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Siemens Görlitz bleibt: Offenbach wird geopfert

Über Monate stand das Görlitzer Siemens-Werk auf der Kippe – und damit die Zukunft einer ganzen Region! Weil angeblich weniger Dampfturbinen gebraucht werden, müssen Stellen gestrichen werden. Aber nur in Deutschland, denn in Ungarn baut Siemens unterdessen ein großes Werk und will hierzulande mehr Profit durch Massenentlassungen einstreichen. Alle Hintergründe:

Görlitz bleibt, Offenbach wird geopfert

Aufatmen in Görlitz: Das Siemens-Werk bleibt – erstmal. Vollmundig verkündeten Gewerkschaftsfunktionäre und Manager, dass Görlitz sogar zur weltweiten Zentrale des Industrie- und Dampfturbinengeschäftes werden soll. Plötzlich soll also der Standort nicht mehr geschlossen, sondern sogar massiv ausgebaut werden.

Das wird teuer erkauft: Damit Görlitz offen bleibt, wird der Standort Offenbach geopfert – mehr als 400 Angestellte werden auf die Straße gesetzt und der Rest auf andere Standorte verteilt (hier zum Artikel). Auch das Leipziger Werk wird verkauft. Wie es dort für die fast 700 Arbeiter weitergeht ist völlig unklar. 

Im Bombardier-Werk stehen gleich mehrere tausend Stellen auf der Kippe, während sich Medien, Politiker und etablierte Gewerkschaften nur um das im Medienfokus stehende Görlitzer Siemens-Werk sorgen. Warum ist das so?

Politikum Görlitz 

Rückblick Herbst 2017: Nach der Hiobsbotschaft, dass die Arbeitsplätze an den Standorten Leipzig, Görlitz, Offenbach, Erfurt und Erlangen kurzerhand wegglobalisiert werden sollen, richtete sich der mediale Fokus vor allem auf das Görlitzer Werk.

Dieses Werk gilt – zusammen mit der Fabrik von Bombardier – als Herzkammer der Region Ostsachsen und wirtschaftliche Rückversicherung. Nach der systematischen De-Industrialisierung ganzer Landstriche Anfang der 1990er Jahre waren die Görlitzer über jedes Unternehmen froh, das sich östlich von Dresden ansiedelte. Dass Siemens unmittelbar nach der Verkündung von Profiten in Milliardenhöhe tausende Stellen streichen will, verstand niemand.

Das Werk gerät schnell zum Politikum: In Ostsachsen hat das Establishment durch Misswirtschaft, Amtsmissbrauch und die ständige Bevormundung der Bürger einen denkbar schweren Stand. Die AfD konnte bei der Bundestagswahl 2017 mit fast 33% der Stimmen sogar den Direktkandidaten durchsetzen. Eine drohende Massenentlassung hätte für politische Vertreter und jahrelang untätige Gewerkschaftsfunktionäre fatale Folgen gehabt und den Etablierten das Rückgrat gebrochen.

Görlitz wird zur Chef-Sache: Vorstandsvorsitzender Josef Käser besuchte das Werk, sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel sah sich zu einem Kommentar gezwungen, lokale Politiker der Altparteien gerieten in Nervosität und die IG Metall hatte sich mit vollmundigen Versprechen selbst zum Erfolg verpflichtet. Allen Beteiligten war klar: Fällt das Werk, fällt auch ihre Macht.

Gewerkschaften zerstören Zusammenhalt

Die Werkserhaltung in Görlitz ist in der Tat ein beachtlicher Teilerfolg und eine gute Nachricht für die Angestellten. Doch betrachtet man das Gesamtbild war die Sicherung dieses einen Standortes das absolut Mindeste, was die gekauften Gewerkschaften den Managern abringen mussten, um ihre Macht zu sichern.

Während eine solidarische Gewerkschaftsarbeit die Erhaltung aller Standorte durchgefochten hätte, konzentrierte sich die etablierte IG Metall nur auf das prestigeträchtige Werk in Görlitz und spielt damit genau nach den Regeln der Manager.

Denn: Die Gewerkschaftsvertreter wollen nicht länger wahrhaben, dass Manager die Angestellten auf immer stärkere Art und Weise untereinander in Konkurrenz stellen und als lachende Dritte hervorgehen. Ebenso wie auf globaler Ebene Arbeiter in Hochlohnländern gegen ihre Kollegen in Billiglohnländern ausgespielt werden, genau wurden nun die Kollegen der Siemens-Werke gegeneinander in Stellung gebracht.

Fakt ist: Das Görlitzer Werk musste um jeden Preis gerettet werden – auch wenn es andere Werke kostet und hunderte Familien trifft.

Es ist menschlich und verständlich, wenn sich die Görlitzer Angestellten jetzt freuen, doch die Aufgabe der IG Metall wäre es gewesen, alle Werke zu retten und sich nicht nur auf das Politikum Görlitz zu konzentrieren – eben weil die Profite der Bosse, die durch die Angestellten erwirtschaftet werden, es problemlos ermöglichen würden!

Dieses Versagen der Gewerkschaft ist unentschuldbar: Wer – wie die IG Metall – eine ungreifbare „internationale Solidarität“ beschwört, aber schon im eigenen Land im Ansatz scheitert, ist unglaubwürdig.

Alternative Gewerkschaft

Das Görlitzer Werk ist zwar gerettet, aber durch ihre unsolidarisches Verhalten gegenüber den Angestellten der anderen Werke ihr wahres Gesicht offenbart. Offen bleibt ebenfalls, ob sich Siemens an das Versprechen des Standortausbaus halten wird - oder ob es sich nur um eine Beruhigungspille für Presse und Politik gehandelt hat.

Was unsere Bürger, alle Angestellten und unser Land jetzt brauchen, ist eine starke, handlungsfähige und alternative Gewerkschaft, die sich für ausnahmslos alle Kollegen an allen Standorten einsetzt. 

Die gibt es schon: Das Zentrum vereint vereint Kollegen aus allen Branchen, die dem Einheitsbrei der Gewerkschaften und der Globalisierung eine lebendige Solidarität und regionale Verankerung entgegensetzen. Wer Mitglied werden möchte, kann sich hier informieren (hier zur Facebookseite), hier zeichnen (hier Mitglied werden) und die ersten alternative Gewerkschaftsbewegung Deutschlands beitreten.

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